Lernpfad: Künstliche Intelligenz im Deutschunterricht/Bezug zum Bildungsplan: Unterschied zwischen den Versionen

Aus ZUM Grundschullernportal
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Markierung: 2017-Quelltext-Bearbeitung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Markierung: 2017-Quelltext-Bearbeitung
 
Zeile 1: Zeile 1:
Lorem Ipusum
Letztlich ist im Bildungsplan 2016 für Baden-Württemberg, der als Rahmen für den Deutschunterricht dient, das Thema künstliche Intelligenz nicht explizit benannt.
 
Der Bildungsplan konzentriert sich auf grundlegende Kompetenzen im Bereich der deutschen Sprache, Literatur und Kultur für die Schüler*innen in der Grundschule. Die curricularen Schwerpunkte liegen auf der Förderung von Lesekompetenz, Schreibkompetenz und mündlicher Kommunikation . Jedoch lassen sich potenzielle Verbindungen und Ansatzpunkte erkennen. Bereits in den sechs Leitperspektiven[1] können Anknüpfungspunkte gefunden werden. In der Leitperspektive der Medienbildung (MB) wird ersichtlich, dass der Deutschunterricht in vielfältiger Weise Teilaspekte Medienbildung aufnimmt.
 
Bei der Informationsbeschaffung und der Wissensvermittlung, bei Textproduktionen und Präsentationen finden Medien ihre Anwendung. Der Umgang mit Medien wird eingeübt und reflektiert, sodass die Kinder Medien bewusster in ihre Lebensgestaltung integrieren können. Dieser Bezug soll Schüler*innen dazu befähigen, Medien kritisch zu nutzen und Informationen zu recherchieren. Dies ist ein wichtiger Schritt, um sie auf die Interaktion mit digitalen Technologien, einschließlich künstlicher Intelligenz, vorzubereiten.
 
Des Weiteren können selbstständig Bezüge in den prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzen gezogen werden. Diese sind in vielfältiger Weise grundsätzlich aufeinander bezogen. Sie sind stets zusammen zu denken. In ihrer Zusammenführung werden sie zu einem tragfähigen Gewebe, das - bezogen auf die Situation vor Ort und auf die Bedürfnisse der Kinder - individuell verfeinert und weiter gewoben wird. Die Förderung der Lese- und Schreibkompetenz sowie dem Sprechen und Zuhören fließen in die Untersuchung der Sprache und Sprachgebrauchs sowie dem Umgang mit Texten und anderen Medien
 
 
Wichtig zu erwähnen ist, dass der pädagogische Spielraum hier zum Tragen kommt. Zum bisherigen Stand gibt es noch keinen Bildungsplan, welcher den Umgang mit künstlicher Intelligenz erwähnt und Kompetenzen daraus formuliert hat. Somit handelt es sich nachfolgend um Interpretationsspielräume, inwiefern sich der Einsatz von künstlicher Intelligenz im aktuellen Bildungsplan 2016 von Baden-Württemberg im Fach Deutsch integrieren lässt.
 
'''Folgende mögliche Bezüge können hierbei geschaffen werden''':
 
1.     Lese- und Schreibkompetenz:
 
KI-gestützte Schreibassistenz-Tools (vgl. Kapitel 3.3.3. aktuelle Tools und Ansätze) können Schüler*innen dabei helfen, ihre Schreibfähigkeiten zu verbessern, indem sie automatische Rechtschreib- und Grammatikprüfungen durchführen. Außerdem können durch die Analyse von KI-generierten Texten Schüler*innen lernen, Texte zu verstehen und kritisch zu hinterfragen.
 
2.     Sprechen und Zuhören:
 
Die Sprachassistenten wie Chatbots oder virtuelle Assistenten können Schüler*innen die Gelegenheiten bieten, mündliche Kommunikationsfähigkeiten zu entwickeln, indem sie mit den Systemen interagieren und mündliche Anweisungen verstehen.
 
3.     Sprache und Sprachgebrauch:
 
Die KI kann dazu verwendet werden, linguistische Analysen von Texten durchzuführen und Schüler*innen Einblicke in die Struktur und den Gebrauch der Sprache zu vermitteln. Des Weiteren kann die Untersuchung von KI-Algorithmen dazu beitragen, das Verständnis von Sprache und deren Verwendung zu vertiefen.
 
4.      Mit Texten und anderen Medien umgehen:
 
Die Schüler*innen können lernen, wie KI-Systeme Texte analysieren und interpretieren, um Informationen aus verschiedenen Quellen zu extrahieren. Diese kritische Bewertung von KI-generierten Inhalten in den Medien kann dazu beitragen, Medienkompetenz zu fördern.
 
Grundsätzlich kann die Integration von künstlicher Intelligenz in den Unterricht dazu beitragen, die prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzen des Bildungsplans 2016 für die Grundschule in Baden-Württemberg zu unterstützen. Dies ermöglicht den Schüler*innen nicht nur die Nutzung moderner Technologie, sondern auch die Entwicklung von Fähigkeiten zur effektiven Kommunikation, Textverständnis und kritischen Reflexion im digitalen Zeitalter.






{{Fortsetzung|weiter= Literaturhinweise| weiterlink = Lernpfad: Künstliche Intelligenz im Deutschunterricht/Literaturhinweise |vorher= Zurück zum Praxisbeispiel| vorherlink=Lernpfad: Künstliche Intelligenz im Deutschunterricht/Praxisbeispiel}}
{{Fortsetzung|weiter= Literaturhinweise| weiterlink = Lernpfad: Künstliche Intelligenz im Deutschunterricht/Literaturhinweise |vorher= Zurück zum Praxisbeispiel| vorherlink=Lernpfad: Künstliche Intelligenz im Deutschunterricht/Praxisbeispiel}}

Aktuelle Version vom 7. November 2023, 11:04 Uhr

Letztlich ist im Bildungsplan 2016 für Baden-Württemberg, der als Rahmen für den Deutschunterricht dient, das Thema künstliche Intelligenz nicht explizit benannt. 

Der Bildungsplan konzentriert sich auf grundlegende Kompetenzen im Bereich der deutschen Sprache, Literatur und Kultur für die Schüler*innen in der Grundschule. Die curricularen Schwerpunkte liegen auf der Förderung von Lesekompetenz, Schreibkompetenz und mündlicher Kommunikation . Jedoch lassen sich potenzielle Verbindungen und Ansatzpunkte erkennen. Bereits in den sechs Leitperspektiven[1] können Anknüpfungspunkte gefunden werden. In der Leitperspektive der Medienbildung (MB) wird ersichtlich, dass der Deutschunterricht in vielfältiger Weise Teilaspekte Medienbildung aufnimmt.

Bei der Informationsbeschaffung und der Wissensvermittlung, bei Textproduktionen und Präsentationen finden Medien ihre Anwendung. Der Umgang mit Medien wird eingeübt und reflektiert, sodass die Kinder Medien bewusster in ihre Lebensgestaltung integrieren können. Dieser Bezug soll Schüler*innen dazu befähigen, Medien kritisch zu nutzen und Informationen zu recherchieren. Dies ist ein wichtiger Schritt, um sie auf die Interaktion mit digitalen Technologien, einschließlich künstlicher Intelligenz, vorzubereiten.

Des Weiteren können selbstständig Bezüge in den prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzen gezogen werden. Diese sind in vielfältiger Weise grundsätzlich aufeinander bezogen. Sie sind stets zusammen zu denken. In ihrer Zusammenführung werden sie zu einem tragfähigen Gewebe, das - bezogen auf die Situation vor Ort und auf die Bedürfnisse der Kinder - individuell verfeinert und weiter gewoben wird. Die Förderung der Lese- und Schreibkompetenz sowie dem Sprechen und Zuhören fließen in die Untersuchung der Sprache und Sprachgebrauchs sowie dem Umgang mit Texten und anderen Medien


Wichtig zu erwähnen ist, dass der pädagogische Spielraum hier zum Tragen kommt. Zum bisherigen Stand gibt es noch keinen Bildungsplan, welcher den Umgang mit künstlicher Intelligenz erwähnt und Kompetenzen daraus formuliert hat. Somit handelt es sich nachfolgend um Interpretationsspielräume, inwiefern sich der Einsatz von künstlicher Intelligenz im aktuellen Bildungsplan 2016 von Baden-Württemberg im Fach Deutsch integrieren lässt.

Folgende mögliche Bezüge können hierbei geschaffen werden:

1.     Lese- und Schreibkompetenz:

KI-gestützte Schreibassistenz-Tools (vgl. Kapitel 3.3.3. aktuelle Tools und Ansätze) können Schüler*innen dabei helfen, ihre Schreibfähigkeiten zu verbessern, indem sie automatische Rechtschreib- und Grammatikprüfungen durchführen. Außerdem können durch die Analyse von KI-generierten Texten Schüler*innen lernen, Texte zu verstehen und kritisch zu hinterfragen.

2.     Sprechen und Zuhören:

Die Sprachassistenten wie Chatbots oder virtuelle Assistenten können Schüler*innen die Gelegenheiten bieten, mündliche Kommunikationsfähigkeiten zu entwickeln, indem sie mit den Systemen interagieren und mündliche Anweisungen verstehen.

3.     Sprache und Sprachgebrauch:

Die KI kann dazu verwendet werden, linguistische Analysen von Texten durchzuführen und Schüler*innen Einblicke in die Struktur und den Gebrauch der Sprache zu vermitteln. Des Weiteren kann die Untersuchung von KI-Algorithmen dazu beitragen, das Verständnis von Sprache und deren Verwendung zu vertiefen.

4.      Mit Texten und anderen Medien umgehen:

Die Schüler*innen können lernen, wie KI-Systeme Texte analysieren und interpretieren, um Informationen aus verschiedenen Quellen zu extrahieren. Diese kritische Bewertung von KI-generierten Inhalten in den Medien kann dazu beitragen, Medienkompetenz zu fördern.

Grundsätzlich kann die Integration von künstlicher Intelligenz in den Unterricht dazu beitragen, die prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzen des Bildungsplans 2016 für die Grundschule in Baden-Württemberg zu unterstützen. Dies ermöglicht den Schüler*innen nicht nur die Nutzung moderner Technologie, sondern auch die Entwicklung von Fähigkeiten zur effektiven Kommunikation, Textverständnis und kritischen Reflexion im digitalen Zeitalter.