Der Adler und der Sperling

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Der Adler rief alle Vögel zusammen und prahlte: „Wer von euch vermag so stark zu schreien wie ich?' Keiner der Vögel ließ sich vernehmen. „Und wer von euch kann sich mit mir im Ringkampf messen?", fragte der Adler. Und wieder ließ sich keiner vernehmen. „Und wer von euch kann so hoch emporfliegen wie ich?" Da rief der Sperling, der wegen der Prahlerei des Adlers in Wut geraten war, ganz laut: „Ich, Adler, ich kann höher fliegen als du!"

„Du?", wunderte sich der Adler und mit ihm die anderen Vögel. „Ja, ich!", beharrte der Sperling. „Wir können ja sofort unsere Kräfte messen!" So stellte sich der mächtige Adler neben den kleinen Sperling, der Adler breitete seine gewaltigen Flügel aus, und in diesem Augenblick sprang ihm der Sperling unbemerkt auf den Rücken.

Der Adler nahm das gar nicht wahr und trug den Sperling hoch, hoch empor bis auf den allerhöchsten Felsen und dort rief er: „Nun, wo bist du denn, Sperling?" „Hier!", ertönte es knapp über dem Adler. Der Adler staunte darüber und flog noch höher, bis über die weißen Wolken, und dann rief er abermals: „Nun, wo bist du denn, Sperling?" Der Sperling plusterte sich auf dem Rücken des Adlers auf und antwortete: „Hier!"

Da wurde der Adler zornig. Abermals breitete er seine Schwingen aus, um noch höher zu fliegen, doch er hatte keine Kraft mehr. Er stürzte wie ein Stein in die Tiefe und über ihm flatterte lustig der Sperling in die Lüfte. (Quelle: Karibu Lesebuch 4, S.112. (2018). Westermann Gruppe, Braunschweig)

Die Moral dieser Fabel ist? (Hochmut kommt vor dem Fall, beudeutet: Arrogantes und angeberisches Verhalten führt zum Scheitern.) (!Eine Hand wäscht die andere.) (!Lügen haben kurze Beine.)


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